
Der Steinberg gilt als einer der besten Weinlagen im Rheingau. Die Geschichte ist eng mit dem Neuhof und dem Kloster Eberbach verbunden und reicht bis ins 12. Jahrundert zurück. Durch einen enormen Kaufakt hat das Kloster Eberbach den Steinberg Stück für Stück erworben. Wälder und Ödland wurden mit einbezogen und urbar gemacht. Den Erwerb dieser Flächen zog sich über mehrere Jahrhunderte hinweg. Im Jahr 1239 hat die Gemeinde Hattenheim ihr Wegerecht an das Kloster Eberbach verkauft. Mitte des 14. Jahrhunderts wurde bereits von der Bezeichnung "Crescentia Steynberg" gebrauch gemacht.
Ziemlich einmalig ist die Einfassung der Weinlagen mit einer langen Mauer zum Schutz vor Traubendieben, mit der schon im 13. Jahrhundert begonnen wurde. Vervollständigt wurde dieser am Ende des 17. Jahrhunderts durch Abt Adolph Werner von Salmünster. Nach der Säkularisation 1806 übernahm die Herzoglich Nassauische Domänenverwaltung den Klosterbesitz sowie den Steinberg. Mitte des 18. Jahrhunderts richtete das Land Preußen eine eigene Weinbaudomänen-Verwaltung ein. In den 20er Jahren des letzen Jahrhunderts erbaute Weinbaudirektor Rudolf Gareis am Steinberg eine Rebveredlungsanstalt und konnte durch die Bereitstellung von Pfropfreben der Reblaus, ein Schädling, Einhalt bieten. 1945 übernahm das Land Hessen den Besitz und gehörte nun zu den Hessischen Staatsweingütern. Seit dem Jahr 1990 nennen diese sich "Hessische Staatsweingüter Kloster Eberbach". Heute gibt es im Steinberg einen Gutsausschank im "Schwarzen Häuschen" und eine um die 400m lange Tafelrunde, organisiert durch das Rheingauer Musikfestival.