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 Vita - Weihbischof Valentin Heimes


Weihbischof Johann Valentin Heimes

Johann Valentin Heimes (* 1741 - † 1806) war von den Weihbischöfen des 18. Jahrhunderts ein herausragender und vor allem weitschauender Reformer. Er war der Weihbischof des Übergangs in eine neue Ära, nach dem Untergang des Erzbistums Mainz.

Johann Valentin Heimes war von 1780 bis 1793 Weihbischof in Worms und ab 1783 auch Weihbischof in Mainz. Er ging als weitschauender Reformer, aber auch als Weihbischof des Übergangs in eine neue Ära nach dem Untergang des Erzbistums Mainz in die Bistumsgeschichte ein.

Johann Valentin Heimes wurde 1741, als Sohn eines Winzers, in Hattenheim geboren. In der in der Pfarrkirche St. Vincentius wurde er getauft und erlebte dort auch seine Erstkommunion und die Firmung. Er besuchte eine Internatsschule und machte ein Studium in der Philosophie und der Theologie an der Mainzer Universität. Er promovierte und ging weiter in die Pfarrseelsorge.

1760 trat er als 19-Jähriger in das Mainzer Priesterseminar ein. Von 1765 bis 1770 sammelte er als Kaplan in Nieder-Olm erste pastorale Erfahrungen. 1770 wechselte er in das Bistum Worms und wurde Pfarrer in Neuhausen und Rheindürkheim, sowie geistlicher Rat am Wormser Generalvikariat.

Im Alter von 32 Jahren betraute man den Pfarrer mit der Leitung und Organisation des neu gegründeten "Bischöflichen Schulseminariums". Der Mainzer Kurfürst Friedrich Carl Joseph von Erthal ernannte Johann Valentin Heimes 1780 zum Weihbischof von Worms und ab 1783 zum Weihbischof von Mainz.

Mit der Ernennung zum Weihbischof in Mainz erreichte Heimes die Spitze der kirchenamtlichen Möglichkeiten eines Mannes aus nichtadeligem Hause. Nun war er ein einflussreicher Vertrauter seines Kurfürsten.

Lebensabschnitte des großartigen Reformer waren:
- Bahnbrechende Reformen in der Seelsorge
- Reformen im Bildungswesen.
- Universitätsreform; Mainzer Universität wurde zur modernsten in Deutschland.
- Die Emser Punktation und das Abkommen kirchlicher Reformmaßnahmen.
- Der Disziplinarerlaß von 1786 wurde Opfer der französischen Revolution.

Französische Revolutionsheere vertrieben ihn, wie viele zu dieser Zeit, aus Mainz. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er deshalb in seinem Haus in Hattenheim.

Weihbischof Johann Valentin Heimes starb am 23. Juli 1806, im Alter von 65 Jahren, an den Folgen eines Schlaganfalls. Seine letzte Ruhestätte fand er in inneren der Hattenheimer Kirche, an der nördlichen Schiffswand.

Professor Friedhelm Jürgensmeier, Leiter des Instituts für Mainzer Kirchengeschichte, verdeutlicht den Einfluss und die großartigen Leistungen des Reformers und Winzersohn aus Hattenheim.

[Festvortrag zum 200 Todestag von Weihbischof Johann Valtin Heimes]