
Ein Frankfurter Galerist ließ das Anwesen Mitte des 19. Jahrhunderts errichten und nutzte es als Wohn- und Ausstellungshaus für seine Künstler.
1880 erwarb der Gastwirt Balthasar Ress die Immobilie. Er nahm umfangreiche Umbauten vor und führte das Haus fortan als "Hotel Ress". Sein Sohn Karl Ress übernahm einige Jahre später das Hotel und kaufte im Jahr 1920 in unmittelbarer Nähe des Hotels ein Gutshaus hinzu, das er als Weingut nutzte. "Hotel Ress" und "Weingut Balthasar Ress" wurden von Karl Ress sodann einheitlich geführt. 1946 gründete Karl Ress eine KG, in die der kinderlose Karl Ress als Partner seine Neffen Paul und Friedel Ress aufnahm.
Nach dem Tod von Karl Ress im Jahr 1966 durfte das Erbe aus testamentarischen Gründen 10 Jahre lang nicht geteilt werden. 1977 fand dann, nach Ablauf der befristeten testamentarischen Verfügung, eine Trennung von Weingut und Hotel statt. Der Familienstamm Paul Ress übernahm das Weingut, - nach seinem Tod ging es 1980 auf seinen Sohn Stefan Ress über -,der Familienstamm Friedel Ress übernahm das Hotel.
Das einzige Kind des Familienstamms Friedel Ress starb an Leukämie. Nach dem Tod ihres Sohnes gaben die Eheleute Ress den Hotelbetrieb auf und verkauften das Haus 1980 an Gerd Schüler. Gerd Schüler, Multi-Gastronom aus Frankfurt, wollte das Haus vorwiegend privat nutzen und begann mit dem Umbau des Hotels zum "Magic Castle". Sehr bald verlor er jedoch das Interesse an seinem Projekt und verkaufte es bereits nach drei Jahren an das Ehepaar Worbs. Die Eheleute Worbs führten das Haus unter dem Namen "Hotel zur Rebe".
Zu dieser Zeit befand sich das Anwesen in einem desolaten Zustand. Die Renovierungen und Umbauten von Gerd Schüler waren unfertig geblieben, die neuen Eigentümer Worbs zahlten weder den Kaufpreis, noch ließen sie Renovierungen und Instandsetzungen durchführen. Die Bauaufsichtsbehörde ließ Ende der 80er Jahre den Hotelbetrieb wegen Einsturzgefahr des Hauses stilllegen. Die Zwangsversteigerung des Hauses wurde eingeleitet.
1990 haben H.B. Ullrich und seine damalige Ehefrau Dr. Irene Hufnagel das Haus in der Zwangsversteigerung erworben. Das Anwesen wurde mit einem zweistelligen Millionenaufwand vollständig renoviert und neu aufgebaut. Ziel war dabei, die historische Bausubstanz soweit wie möglich zu erhalten, gleichzeitig aber die Zimmer und Suiten mit jeglichem Luxus auszustatten. Nach einer zweijährigen Bauzeit präsentierte sich das "Kronenschlösschen", wie es jetzt genannt wurde, schöner denn je. Für ihre Leistungen wurden H.B. Ullrich und Dr. Irene Hufnagel im Jahre 1993 von der größten deutschen Fachzeitschrift als "Privathotelier des Jahres 1993 in Deutschland" ausgezeichnet.
H.B. Ullrich hat das "Kronenschlösschen", mittlerweile Veranstaltungsort des jährlichen "Rheingau Gourmet & Wein Festival", noch einmal 2003/2004 umfassend renoviert und in die Riege der schönsten deutschen Landhotels geführt.
Im Jahr 1993 hat H.B. Ullrich Patrik Kimpel als Küchenchef engagiert, inzwischen auch Geschäftsführer im Kronenschlösschen. Patrik Kimpel hat die klassische Karriere gemacht: nach seinen Lehrjahren arbeitete Patrik Kimpel unter Lothar Eiermann im "Schlosshotel Friedrichsruhe", er war Schüler von Harald Wohlfahrt in der "Schwarzwaldstube" im Hotel "Traube Tonbach" und ging danach als Souchef zu H.P. Wodarz in die "Ente" nach Wiesbaden. Nach seinem Antritt im Kronenschlösschen wurde er vom FEINSCHMECKER zum "Aufsteiger des Jahres" gewählt, in den folgenden Jahren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen für seine kreative, raffinierte und leichte Küche.
Anzumerken ist, dass das Haus geschichtliche Tradition hat:
In den Jahren 1947/1948 konferierten Konrad Adenauer, Theodor Heuss und Carlo Schmidt tage- und wochenlang in der heutigen "Turmsuite", um das Deutsche Grundgesetz vorzubereiten.
Weitere Informationen zum Kronenschlösschen : www.kronenschloesschen.de