Bericht - Lösung für Konflikt


Die Eltviller SPD möchte sich mit dem Abbruch der Gespräche zwischen Bürgermeister Patrick Kunkel (CDU) und dem Leiter der Burghofspiele, Bruno Brogsitter, nicht zufrieden geben. Im Interesse eines breiten kulturellen Angebotes müsse erneut verhandelt werden, sagt SPD-Vorsitzender Ralf Bachmann. Er schlägt ein Mediationsverfahren in Sachen Burghofspiele vor. Die Stadt gebe ein besseres Bild ab, wenn nicht auf der einen Seite eine Millionensumme für den Umzug des Rheingau-Musik-Festivals aufgebracht werde, auf der anderen Seite aber einer etablierten und gut besuchten Institution wie die Burghofspiele die Unterstützung entzogen werde. Als Lösung führt die SPD eine weitere städtische Unterstützung durch den Bauhof und die Bereitstellung des Burggeländes an. Weiterhin sei durch eine Senkung der finanziellen Unterstützung zu prüfen, ob so die ursprünglich geforderte Abgabe in Höhe eines Euros pro Eintrittskarte umgangen werden könne. Im Gegenzug könne von den Burghofspielen erwartet werden, dass die Bewirtschaftung im Burghof einem privaten Caterer übertragen werde. Natürlich müsse auch geklärt werden, wie man der Firma Henkell als bedeutsamem Sponsor entgegen kommen könne, so Bachmann. Ob hier nur der Ausschank von Henkell-Sekt in den Kurzpausen akzeptabel sei oder Henkell-Sekt auf die Karte des Bewirtschafters genommen werden solle, könne noch besprochen werden, meint Bachmann. Dass in 2008 wohl keine Burghofspiele im Burghof stattfinden werden, bedauert die SPD. Diese Tatsache müsse nun zielgerichtet genutzt werden. Die notwendige Sanierung der Burg sollte bei entsprechender Haushaltslage im nächsten Sommer erledigt werden, damit der Burghof im Folgejahr wieder zur Verfügung stehe. Die SPD will nun im Ortsbeirat der Kernstadt einen Antrag stellen, damit der Magistrat beauftragt wird, einen unparteiischen Mediator aus dem Rheingau ausfindig zu machen.

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