Heftige Kritik übt der Eltviller SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Hannes an der Magistratsentscheidung, den Burghofspielen die Kurfürstliche Burg nicht mehr zur Verfügung zu stellen. Das sei \"nicht hinnehmbar\". Bürgermeister Patrick Kunkel (CDU) habe es nicht einmal für nötig befunden, in der Stadtverordnetenversammlung hierzu auch nur eine Andeutung zu machen. Dagegen werfe Kunkel mit seiner Haushaltseinbringung und Unterschrift unter die Absichtserklärung gegenüber dem Rheingau-Musik-Festival fast zwei Millionen Euro \"locker aus dem Fenster, ohne sich Gedanken über die Refinanzierung zu machen\", wettert Hannes.
Den Burghofspielen und somit dem Eltviller Kulturleben werde \"ein wichtiges Standbein entzogen\", ohne dass es ein alternatives Konzept gebe. Hannes: \"Hier wird ehrenamtliches Engagement mit den Füßen getreten und gleichzeitig der CDU-Landesregierung mit Millionenbeträgen geholfen, die nicht vermarktbare Liegenschaft der Staatsweingüter an den Mann zu bringen.\" Wie berichtet, hat das Ansinnen, den Umzug des Rheingau Musik Festivals mit 1,85 Millionen Euro zu bezuschussen, bereits zu Kontroversen geführt. Den gemeinnützigen Eltviller Burghofspielen werde ein Teil der Existenzgrundlage entzogen, so Hannes weiter, gleichzeitig mit Millionenbeträgen ein anderer Kulturträger unterstützt.
Wollte die Stadt Eltville selbst als Veranstalter in der Burg auftreten, so koste das zusätzlich Geld, auch für Personal. Mittel für die Sanierung der Burg kämen indes nicht zusammen, moniert Hannes, die müssten \"erst recht aus der Tasche der Stadt Eltville gezahlt werden\". Statt den Aufgaben im sozialen Bereich nachzukommen, solle die Stadt unter CDU-Führung \"offenbar zu einer Event-Agentur umgebaut werden\". Das sei mit der SPD nicht zu machen. \"Wenn kein Umsteuern erfolgt, werden wir dem Haushalt 2008 keine Zustimmung erteilen.\"
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