Während das Defizit im vergangenen Jahr noch bei rund 2,8 Millionen Euro lag, schließe der neue Haushalt mit einem Fehlbetrag von 385000 Euro ab, hob Bürgermeister Kunkel hervor. In den kommenden Jahren würden sogar jahresbezogene Überschüsse entstehen, so dass die Altlasten abgetragen werden könnten. Wie allen Kommunen macht auch Eltville die Kreisumlage zu schaffen, die bei 8,9 Millionen Euro liegt. Sie habe sich seit 1993 nahezu verdoppelt.
Die Personalkosten seien deutlich reduziert worden, so Kunkel. Damit allerdings sei das Rationalisierungspotential ausgeschöpft, es sei denn, man wolle Leistungen reduzieren oder ganz auf sie verzichten. Er appellierte, das bei den Beratungen zu berücksichtigen.
Erfreulich ist laut Bürgermeister die Entwicklung der Gewerbesteuer, in 2008 rechnet er mit sechs Millionen Euro, die sich noch um eine halbe Million Euro erhöhen könnten. Die Einkommenssteuer allerdings musste nach unten korrigiert werden. Er sei sehr froh, so Kunkel, dass die Stadt zur Vertretung des Gewerbes, der IGE, ein partnerschaftliches Verhältnis habe. Auch das Mischgebiet Effert stimmt ihn froh, weil mittlerweile viele Firmen Interesse an einer Ansiedlung hätten.
Während der Abwasser-Gebührenhaushalt fast ausgeglichen sei, gebe es beim Bestattungswesen ein Defizit von 56000 Euro, und dass, obwohl im März erst die Friedhofsgebühren um 30 Prozent angehoben wurden. Er habe deshalb eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um eine Neugestaltung der Gebühren zu erarbeiten. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit soll künftig der Grabaushub gemeinsam ausgeschrieben werden.
An Investitionen für das nächste Jahr sind geplant:
75000 Euro für den Bau der Verbindungsstraße zwischen den beiden Schwimmbadparkplätzen. Der Pavillon am Rheinufer, in dem TIK-Außenstelle und KD-Agentur unterkommen, kostet 40000 Euro.
Für die Dorferneuerung in Erbach 387000 Euro, in Rauenthal 160000 Euro.
Außer dem Ausbau der Scharfensteinstraße und der Wörthstraße in Eltville, fließen 340000 Euro in den Bau der Hauptstraße zwischen Bahnhofstraße und Schlossergasse in Hattenheim sowie 235000 Euro in den Ausbau der Heimatstraße und der Neudorfer Straße in Martinsthal.
Für den Brandschutz in den Turnhallen in Erbach und Rauenthal müssen jeweils 50000 Euro sowie Verpflichtungsermächtigungen von 100000 Euro eingeplant werden.
122500 Euro für die Gestaltung des \"Lindengartens\" in Martinsthal.
Eltville habe derzeit 50 Krippenplätze geschaffen, so Kunkel, bis 2013 seien noch 102 Plätze einzurichten.
Es sei noch zu entscheiden, so der Bürgermeister, wie die Stadt ihren Beitrag zum Umzug des Rheingau-Musik-Festivals im neuen Haushalt umsetzen wolle. Er nannte dies eine einmalige Chance und wirkliche Wirtschaftsförderung.
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