Bericht - Knabenchor


Michael Herrmann äußerte sich begeistert: \"Erstklassige Momente\" nannte der Intendant des Rheingau Musik Festivals (RMF) die Konzerte des Windsbacher Knabenchors, für ihn \"Ereignisse, die erfüllt sind von disziplinierter Begeisterung und der Hingabe an das Kunstwerk\". Der fränkische Chor und sein langjähriger Leiter Karl-Friedrich Beringer durften sich von einer Verdoppelung des Preisgeldes angenehm überraschen lassen. Denn der gleiche Betrag wurde noch einmal von der Stiftung Rheingau Musik Festival bereitgestellt. Chorleiter Karl-Friedrich Beringer erinnerte an die lange Verbundenheit zwischen dem Knabenchor und der Region: \"Ich bin sehr stolz darauf, dass wir bereits in der Gründungsphase des Rheingau Musik Festivals mit dabei sein durften.\" Seit 1978 leitet Beringer den Chor, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg im fränkischen Windsbach gegründet wurde. Das Preisgeld von insgesamt 20 000 Euro soll für die Ausbildung der Sänger verwendet werden und damit nicht zuletzt die sinkenden Zuschüsse der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern kompensieren, die den Chor trägt. Etwa 50 Auftritte absolvieren die jungen Sänger jedes Jahr; Konzerttourneen führten sie zuletzt nach Spanien, Griechenland und Südamerika. \"Wenn die Windsbacher Knaben das Abitur in der Tasche haben, haben sie bereits viel gesehen in der Welt, mehr als die meisten ihrer Altersgenossen\", sagte RMF-Chef Herrmann in seiner Laudatio, erinnerte aber auch an den im März dieses Jahres gestorbenen Chorgründer Hans Thamm. Herrmann nannte Thamms Nachfolger Karl Friedrich Beringer einen \"Feuerkopf\" - \"und das nicht wohldosiert oder kalkuliert, sondern vital, emotional, leidenschaftlich, von der Probe bis zum Konzert, und das seit nun fast 30 Jahren.\" Der seit 1994 jährlich verliehene Rheingau Musikpreis wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert. Der erstmals zusätzlich verliehene Stiftungs-Preis ist für die Nachwuchsförderung bestimmt.

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