Bericht - Kellerei wird Festival-Herz


ie umstrittene neue Kellerei der hessischen Staatsweingüter in der Nähe des Klosters Eberbach soll Ende Mai fertig sein. Die alte Kellerei wird dann das Herz des Rheingau-Musik-Festivals. Die neue Kellerei der Staatsweingüter wird nach Überzeugung von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) allen Winzern im Rheingau zugutekommen. Die moderne Anlage in der Nähe des Klosters Eberbach ermögliche es den Staatsweingütern, den Weg zu hochwertigen Weinen fortzusetzen, sagte Koch am Freitag bei einer Besichtigung der weitgehend fertigen Anlage. Damit ließen sich auch höhere Preise durchsetzen, wovon der ganze Weinbau im Rheingau profitieren dürfte. Koch: Integration in die Landschaft gelungen Für Koch belegt der bisherige Entwicklungsstand der Anlage, dass deren Integration in die Landschaft gelungen ist. Die riesigen Kelleranlagen sind in den Berg eingelassen worden, und das Dach des Kellers wurde wieder mit Erde bedeckt. Später soll es mit Rebstöcken bepflanzt werden. Dann wird im wesentlichen nur noch die flache, durchlässige Halle für die Traubenannahme zu sehen sein. Sie bildet mit drei alten Gebäuden ein Ensemble, das nicht größer ist als die bisherige Bebauung, aber weniger wuchtig. Einweihung für Ende Mai geplant Mit dem Neubau werden die landeseigenen Staatsweingüter nach Darstellung Kochs außerdem in die Lage versetzt, dauerhaft profitabel und damit ohne Zuschüsse der Steuerzahler zu arbeiten. Der Neubau solle Ende Mai eingeweiht werden, kündigte Geschäftsführer Dieter Greiner an. Die Gesamtkosten einschließlich Kellertechnik werden laut Koch im vorgesehenen Rahmen von gut 15 Millionen Euro bleiben. Alte Kellerei wird Konzertsaal Nach Fertigstellung der neuen Anlage soll die alte Kellerei in Eltville dem Rheingau-Musik-Festival überlassen und das \"Herz\" des Festivals werden, kündigte Koch an. Dort könnte unter anderen ein Konzertsaal für 400 bis 500 Menschen entstehen. Insgesamt hat das Projekt ein Gesamtvolumen von 9,9 Millionen Euro, für das das Land maximal 3,7 Millionen Euro zur Verfügung stellen wolle, teilten Koch und der Vorsitzende der Stiftung Rheingau Musik Festival, Claus Wisser, mit. Die Stadt Eltville und der Rheingau Taunus Kreis würden nach einer Übereinkunft jeweils 1,85 Millionen Euro beisteuern. Den Restbetrag von 2,5 Millionen Euro werde das Rheingau-Musik-Festival übernehmen. Die Übereinkunft sieht eine Nutzung insbesondere der alten Kelterhalle und des Vinothekgebäudes als künftige Austragungsorte des Rheingau Musik Festivals vor.

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