Bericht - Weihnachtsmann


Zur Freude der Kleinen rückte die Feuerwehr an und beförderte den Nikolaus, der im wahren Leben Albert Hedderich heißt, im Korb der Drehleiter in luftige Höhen. Denn das Fenster mit der Nummer 1 war vom Boden aus nicht zu erreichen. Kaum hatte der Nikolaus die Fensterläden zur Seite geklappt, erschien ein Bild vom \"Mann im Mond\". Es stammt von der acht Jahre alten Lisa Hillemacher. Zusammen mit vielen anderen Mädchen und Jungen hatte sie sich an dem Wettbewerb \"Kinder malen für den Adventskalender\" der Interessengemeinschaft Eltviller Gewerbetreibenden (IGE) beteiligt. Dass ihr \"Mann im Mond\" tatsächlich für ein Fenster ausgewählt wurde, überraschte sie doch. \"Damit hatte ich nicht gerechnet\", sagte das Mädchen, das laut ihrer Mutter Bettina Hillemacher sehr gerne malt. Die Erbacherin begrüßt es, dass Kinder die Kalenderfenstergestalten durften. Wer wissen möchte, welche Bilder sich hinter den anderen Fenstern verbergen, ist jeden Tag um 17 Uhr an die Tourist-Information eingeladen. Nur am 24. Dezember wird das Fenster schon um 11 Uhr geöffnet. Zum ersten Mal gibt es in Eltville bis zum 31. Dezember das Weihnachtstreiben, das Bürgermeister Patrick Kunkel am Samstag offiziell eröffnete. Täglich zwischen 15 und 21 Uhr bieten auf dem Platz der Deutschen Einheit mehrere Buden Glühwein, Kinderpunsch, Bratwurst und vieles mehr an. Auch eine Krippe ist zu bewundern. Vor oder nach dem Besuch des Weihnachtstreibens besteht Gelegenheit, in den Eltviller Geschäften \"stressfrei Geschenke zu besorgen\", wie IGE-Vorsitzender Ulrich Bachmann betont. Auch in Geisenheim versprechen die Geschäftsleute ihren Kunden einen entspannten Einkauf in weihnachtlicher Atmosphäre. Bereits zum wiederholten Male präsentiert sich Geisenheim nach Auskunft des Handwerker- und Gewerbevereins beim \"Adventszauber\" als \"liebenswerte Einkaufsstadt\". An allen Adventssamstagen gibt es die Möglichkeit, bis in den Abend hinein einzukaufen und den kleinen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Stände stehen am Dom und rund um die Linde. Der Höhepunkt war am Samstag für viele Kinder eine kleine Dampflock der Rheingauer Eisenbahnfreunde, die vorm Dom im Kreis fuhr. \"Etwa 20 Kinder können mitfahren\", berichtete Lokführer Jens Holger Kosiol, der seine Lok alle paar Runden mit Kohle und Wasser versorgen musste. Viel Freude bereitete den Besuchern auch die Alphorngruppe Rheinkiesel mit ihren imposanten 3,80 Meter langen Instrumenten. Den kleinen Besuchern machte vor allem das Kartenbasteln im Rathaus Spaß. Zu den Standbetreibern des Weihnachtsmarktes gehörte unter anderem Werner Dürbeck, der Schuhe aus Schurwolle anbot. \"Wie die Schafwolle ist die Schurwolle vom Schaf\", erklärte er. \"Es handelt sich hier bei aber immer um die Wolle der ersten Schur nach dem Winter. Die ist besonders flauschig.\" Neben den Weihnachtsmarktständen lockten auch die Geschäfte viele Kunden an. So zeigte sich Christiane Hübel in ihrem Laden \"Unterm Rock - Wäsche für Sie und Ihn\" mit der Resonanz auf den ersten Tag des \"Adventszaubers\" zufrieden. \"Es ist gut angelaufen\", meinte sie. Allerdings hatte sie sich auch etwas Besonderes einfallen lassen: einen Adventsbrunch. \"Dazu habe ich alle Stammkunden gezielt eingeladen.\" Neben den Frauen sind auch viele Männer gekommen - immerhin ist Weihnachten und viele sind auf Geschenksuche.

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