Bericht - Tempo 20 für Rheingauer Straße


Er werde immer wieder von Bürgern gefragt, wann die Umgestaltung und Pflasterung in der Rheingauer Straße weiter gehe, sagt der Eltviller Verwaltungschef Patrick Kunkel. Am liebsten wäre auch ihm eine durchgängige Pflasterung, langfristig sei dies auch angestrebt, sagt er, \"aber gegenwärtig haben wir nicht das Geld dafür\". Deshalb sollen Schritt für Schritt weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umgesetzt werden. Kunkel hat dem Magistrat ein Gesamtpaket vorgelegt, das nach der Beratung mit der Verkehrskommission und dem Ordnungsamt sowie unter Beteiligung der Polizeistation Eltville geschnürt wurde. Als Ortspolizeibehörde hätte der Bürgermeister auch alleine die Entscheidung treffen, aber er will den Magistrat, der sich heute mit dem Thema befasst, mit einbinden, erklärte er. Das Durchfahrtsverbot für Schwerverkehr - außer Lkw-Anlieferungen - ist schon lange geplant und soll jetzt so schnell als möglich umgesetzt werden. Der Bürgermeister hofft auf eine \"zeitnahe Ausschilderung\". Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen muss entsprechende Hinweisschilder an der B 42 aufstellen. Wenn Lkw-Fahrer, die kein Ziel in Eltviller ansteuern, doch aus Richtung Erbach kommen sollten, dann müssen sie künftig über die Kiedricher Straße auf die Umgehungsstraße geleitet werden. Mit Ausnahme des Lieferverkehrs soll das Lkw-Verbot für die gesamt Kernstadt gelten. Zwischen MM-Platz und Bahnhofstraße will der Bürgermeister Tempo 20 anordnen, angelehnt an einen sogenannten verkehrsberuhigten Geschäftsbereich. Die Ausweisung einer richtigen verkehrsberuhigten Zone mit Schrittgeschwindigkeit und Rechts-vor-Links-Regelung sei derzeit für den Bereich der Rheingauer Straße \"in ihrer bestehenden Funktion als Ortsdurchfahrt rechtlich nicht zulässig\". Es gebe eine gemeinsame Strategie - auch mit den Gewerbetreibenden - die Altstadt attraktiver zu machen, sagt Kunkel. Er will aber Schritt für Schritt vorgehen und weiß, dass die Gewerbetreibenden nach wie vor befürchten, dass Autofahrer und damit Kunden fernbleiben, wenn Durchgangsverkehr nur noch eingeschränkt möglich sein soll. Kunkel verspricht sich jedoch eine weitere Entzerrung der Verkehrssituation durch ein besseres Parkplatzsystem und eine Zufahrt vom nördlichen auf den südlichen Schwimmbad-Parkplatz. Vor dem gepflasterten Abschnitt in Höhe der Fußgängerzone soll wieder ein Zebrastreifen vor der Einmündung Schmidtstraße markiert werden, sagt der Bürgermeister weiter. Viele Fußgänger, insbesondere ältere Menschen, fühlten sich dadurch sicherer.

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