\"Viel getan, aber auch noch viel zu tun\", so lautet das Fazit einer Zwischenbilanz, die Bürgermeister Patrick Kunkel und die Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Eltville, Linda Kreckel, nach rund einem Jahr Amtszeit des neuen Bürgermeisters ziehen.
Bei einem Bürgergespräch standen Kunkel und weitere CDU-Kommunalpolitiker Bürgern Rede und Antwort. Dabei wurde nicht nur auf bereits umgesetzte Projekte wie die Verkehrsberuhigung der Rheingauer Straße, die Neugestaltung der Fußgängerzone sowie Maßnahmen gegen Hundekot eingegangen, sondern auch der Blick in die Zukunft gerichtet.
Unsaubere Stadt
Einen Schwerpunkt bildete die Fragebogenaktion zur Einkaufsattraktivität Eltvilles, die im Rahmen des Einzelhandelsgutachtens des Zweckverbands Regionalpark Rheingau umgesetzt wurde. Inzwischen wurden die Bögen ausgewertet: Bemängelt wurde laut CDU vor allem, dass die Stadt unsauber und die Mülltonnen zu klein seien. Kritisiert wurde auch, dass die Einkaufsmöglichkeiten und Angebote für Bürger ab 60 Jahren in Eltville unzureichend seien. Erweitert werden müsste das Einkaufsangebot um Feinkost und Bioprodukte sowie Handarbeits- und Kurzwaren.
Die Einkaufsattraktivität wurde (nach Schulnoten) nach Angaben der Christdemokraten wie folgt beurteilt: Kinder-/Familienfreundlichkeit 2,85; Angebot/Service für Senioren 3,79 und für Behinderte 3,80; Öffnungszeiten der Geschäfte 3,69. Das Erscheinungsbild der Innenstadt wurde mit einem Wert von 2,97 benotet. Wein, Sekt und Rosen wurden mit weitem Abstand als die Produkte Eltvilles genannt, die als regional typisch für Touristen in Zukunft intensiv vermarktet werden sollten, um so die Attraktivität der Stadt zu steigern.
Laut der von der Verlagsgruppe Rhein Main in Auftrag gegebenen \"Markt Media Studie 07\" ist Eltville mit 26000 Einkaufspendlern - neben Geisenheim - die beliebteste Einkaufsstadt im Rheingau. Fachgeschäfte mit gezielten Angeboten werden - so die Studie weiter - bevorzugt. Somit stellten die in Eltville gewonnenen Ergebnisse eine Ermutigung, aber auch Herausforderung für den Bürgermeister und die CDU dar, heißt es in der CDU-Mitteilung.
Die Fußgängerzone soll nach und nach verschönert werden, versicherte Kunkel. Ein Anfang sei gemacht, auch mit der Verkehrsberuhigung der Rheingauer Straße. Daneben gelte es aber auch, weitere Großprojekte, so Kunkel, \"möglichst zügig zu verwirklichen\", zum Beispiel die Gestaltung des Meeting-Points am Rewe-Markt, eine Belebung des äußerst gelungen gestalteten \"Platzes der deutschen Einheit\", beispielsweise als Standort des Wochenmarktes. Eine gastronomische Nutzung des \"Alten Spritzenhauses\" sei allerdings eine wesentliche Voraussetzung.
Linda Kreckel zählte weiterhin die Neugestaltung des Rheinufers, das Wanderwegekonzept und die schon im vergangenen Jahr begonnenen Aktionen auf, um älteren Bürgern eine aktive Teilhabe am städtischen Leben zu ermöglichen. Es gelte auch, Spielplätze zu erneuern und auszubauen, um die Kinderfreundlichkeit Eltvilles klar zu dokumentieren.
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