Bericht - Albers rügt das Schulamt


"In höchstem Maße verärgert" ist der Rheingau-Taunus-Kreis über Aussagen der Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Ute Schmidt. Die neue Schulamtsleiterin hatte sich zu der Bildung einer fünften Eingangsklasse am Eltviller Gymnasium zum Schuljahr 2007/08 geäußert (wir berichteten). Durch ihre Aussagen bedrohe sie die Jahrzehnte währende, vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit zwischen dem Rheingau-Taunus-Kreis als Schulträger und dem Staatlichen Schulamt, so Landrat Burkhard Albers. Ute Schmidt unternehme den Versuch, dem Kreis die Schuld in die Schuhe zu schieben, um damit von Fehlern in ihrem eigenen Haus abzulenken. Denn, so erinnert Landrat Albers, nachdem der Kreistag die Kapazitätsbegrenzung auf vier fünfte Klassen am Eltviller Gymnasium beschlossen hatte, habe der Vorgänger von Ute Schmidt, Sigurd Bender, schriftlich der Vierzügigkeit zugestimmt. "Der Brief des Staatlichen Schulamtes ist vom 26. Januar 2007 datiert und enthält die eindeutige Zustimmung zur Vierzügigkeit am Eltviller Gymnasium", betont Landrat Albers. Von einem einfachen Signal, das der Rheingau-Taunus-Kreis erhalten habe und wie es Ute Schmidt formuliert, könne also keine Rede sein. "Durch dieses offizielle und amtliche Schreiben des Staatlichen Schulamtes musste der Kreis von der Genehmigung der Begrenzung ausgehen und hat die weiteren Schritte eingeleitet", so Albers. Nach den Aussagen der Schulamtsleiterin müsse man sich nun fragen, ob man Schreiben aus dem Staatlichen Schulamt noch trauen kann. Unbegreiflich sei es darüber hinaus, dass das Staatliche Schulamt erst bis zum 2. Mai - also mehr als drei Monate - wartete, ehe es den Kreis auf das überaus geringfügige Fristversäumnis hinwies. Bei einer solch wichtigen Frage hätte das Schulamt den angeblichen Fehler sofort erkennen müssen, zumal die Debatte um das Gymnasium in Eltville und die Schlangenbader Schüler bereits seit Monaten schwele und so für öffentliche Aufmerksamkeit sorge. "Bisher gab es immer hervorragende Kontakte zwischen Schulamt und Schulträger, in denen anstehende Themen offen und zum Nutzen der jeweiligen Schulen debattiert wurden", erklärt Landrat Albers, der auch noch einmal darauf verweist, dass es im Kreistag eine breite Mehrheit für die Kapazitätsbegrenzung am Eltviller Gymnasium gegeben habe.

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