Kloster Eberbach wird künftig besser vor Hochwasser geschützt. Dafür sei ein so genanntes Entlastungsbauwerk vorgesehen, teilte das Hessische Umweltministerium der Landtagsabgeordneten Petra Müller-Klepper (CDU) mit. Anfang Juni soll der Auftrag vergeben werden. Ein Entlastungskanal mit einem Durchmesser von 1,20 Meter soll bei Hochwasser eine Ableitung von vier Kubikmetern Wasser pro Sekunde um das Klostergelände herum ermöglichen. Die Restwassermenge, die durch das Klostergelände fließe, werde mittels eines Absetzbeckens nochmals aufgeteilt. In einer Rinne, über die die offene Wasserführung auf dem Klostergelände gespeist wird, sollen zwischen 50 und 100 Litern pro Sekunde abgeführt werden. Die übrige Menge werde durch die bestehende Verrohrung abgeleitet. Südlich der Gebäudekomplexe werden alle Wassermengen wieder in den Kisselbach geleitet, so die Rheingauer Landtagsabgeordnete.
Die Planung sei auf einen Schutz vor einem Hochwasser mit einhundertjähriger Wiederkehrwahrscheinlichkeit ausgelegt. Die Kosten für das Projekt, die vom Land getragen werden, sind mit 1,1 Millionen Euro veranschlagt.
Im April 2005 war nach einem starken Regen ein unterirdisches Gewölbe zusammengebrochen, durch das der Kisselbach unterhalb des Klosters geleitet wurde. Das Wasser staute sich und drang nach oben in den Klosterhof. Es entstanden erhebliche Schäden, unter anderem wurden Basilika und Schatzkammer überflutet.
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