Bericht - Einsatz für die Burgruine


So informierte die Sängervereinigung über die Veranstaltungen zu ihrem 150. Bestehen. Vereinsringvorsitzender Egon Aumüller warb um Hilfe beim Erhalt der Burgruine Scharfenstein. Dafür plant der Vereinsring eine Benefizveranstaltung aller Vereine im Bürgerhaus. Unterstützung versprachen stellvertretende CDU-Vorsitzende Helga Hinrichs und SPD-Vorsitzender Udo Wesemüller. Er kündigte auch einen Benefizflohmarkt der SPD für die Ruine am 4. März im Bürgerhaus an und übergab die Spende vom Erlös des SPD-Adventsbasars an die Agendagruppe Jung und Alt. Die 500 Euro sollen in die Umgestaltung des Spielplatzes Rheinblick zu einem naturnahen Abenteuerspielplatz fließen. Im Rückblick erinnerte Wesemüller an die Fortschritte bei der Verkehrsentlastung Kiedrichs, das besonders bei Großveranstaltungen im Kloster Eberbach leidet. Nach wie vor hält die SPD an den folgenden Forderungen fest: die Beruhigung des innerörtlichen Verkehrs, die Ausweisung von Spiel- und Einbahnstraßen sowie der Bau der Umgehungsstraße. Die vom Land Hessen im Rahmen der Flurbereinigung festgelegte Trasse könnte auch den Erbacher Ortskern oberhalb der Bahnlinie erschließen, betonte Wesemüller der zuversichtlich ist, dadurch "die Eltviller ins Boot zu bekommen". Ebenso wichtig und dank des "Umdenkens bei weiten Teilen der CDU" möglich war der "wegweisende" Beschluss zur Ausweisung des seit 1993 geplanten und von der "CDU blockierten" Gewerbe-Mischgebiets an der Eltviller Straße. Wesemüller bat die Gäste als "Multiplikatoren" für das Gebiet zu handeln, da Kiedrich ortsnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze und nebenbei Gewerbesteuereinnahmen benötigt. Für die Jüngsten werde in Kürze das dritte Kindergartenjahr freigestellt und der Runde Tisch in wenigen Monaten mit einem Freizeitangebot für die Jugend aufwarten. Wesemüller versprach: "Mit der SPD wird es keine Kürzungen bei den Vereinen, Kindern und Senioren geben." Bürgermeister Winfried Steinmacher bestätigte die Zuversicht bei der Umgehungsstraße. Das Land prüft 2007 die Prioritätenliste und die Teilnehmergemeinschaft Flurbereinigung stellt die komplette Fläche für die Trasse zur Verfügung. Dass im Gewerbe-Mischgebiet "große Hallen entstehen", müsse keiner befürchten. "Wir berufen vor dem Beschluss in der Gemeindevertretung eine Bürgerversammlung ein", versicherte Steinmacher und betonte: "Wenn das Gebiet schon vor zehn Jahren erschlossen worden wäre, wäre unser Haushalt ausgeglichen." Zur Gewerbeansiedlung riet Landrat Albers, den Fokus auf den Mittelstand und Neue-Energien-Branchen zu legen. Im Kreis mit der "sensationell niedrigen Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent" nehme Kiedrich mit der 2006 für ihre Förderung ausgezeichneten Sutton-Schule eine Vorreiterstellung dabei ein, Lebensbedingungen von Familien zu verbessern. Dazu liefere der Bürgermeister dem Kreis "immer wieder wichtige Impulse" dafür, sich auf den Bevölkerungsrückgang von fünf Prozent im unteren Rheingau in den 15 Jahren und die parallele Zunahme älterer Menschen einzustellen. Albers bat die Kiedricher eindringlich, beim Thema regenerative Energien zusammenzuarbeiten, "parteilpolitische Scharmützel beiseite zu schieben" und sich "um die wirklich drängenden Probleme zu kümmern".

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