Bericht - Höhere Priorität für Umgehung


Eine höhere Priorität wird dem Bau einer Ortsumgehung Kiedrich eingeräumt. Für eine Neueinstufung des Projekts hatte sich die Rheingauer CDU-Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper beim hessischen Verkehrsminister eingesetzt. Die Chancen für den Bau eine Kiedricher Ortsumgehung werden größer. Wie die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper mitteilt, führe die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung im kommenden Jahr eine Nachbewertung von Projekten durch, bei denen sich neue Entwicklungen ergeben. "Es gibt Anzeichen, dass dies beim Verkehrsaufkommen in Kiedrich der Fall ist", mutmaßt die CDU-Politikerin. Die wirtschaftliche Bewertung einer Ortsumgehung von Kiedrich, die von der Eltviller Straße bis zur Straße nach Erbach geplant ist, hatte 2004 zum Ergebnis, dass die Maßnahme in den "weiteren Bedarf" eingestuft wurde. Das bedeutete, dass die Straßen- und Verkehrsverwaltung keine Planungen aufnahm. Die Gemeinde Kiedrich wies bereits mehrfach darauf hin, dass sich das Verkehrsaufkommen deutlich erhöht habe, was insbesondere auf Veranstaltungen im Kloster Eberbach zurückzuführen sei. Die Ortsumgehung könnte die Bürgerinnen und Bürger vom Durchgangsverkehr entlasten, was ein Plus an Lebensqualität sei, meint Petra Müller-Klepper. Die Landtagsabgeordnete weist darauf hin, dass durch das Engagement des Landes die Trassensicherung für die Umgehung Kiedrich bereits erfolgt sei. 2005 habe das Verkehrsministerium im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens den Grunderwerb für einen ersten Teilabschnitt übernommen und hierfür 60 000 Euro aufgebracht. Der Grunderwerb für die beiden Abschnitte in den späteren Einmündungsbereichen der Landesstraße 3320 in die Landesstraße 3035 und in die Kreisstraße 638 erfolge im weiteren Verlauf der Flurbereinigung und werde nochmals 75 000 Euro kosten. Insgesamt werden rund 20 000 Quadratmeter erworben. Mit Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens werde das Land Hessen dann Eigentümer der ausparzellierten Trasse sein, erläuterte Petra Müller-Klepper. 1,6 Kilometer langDie Umgehung werde eine Baulänge von 1,6 Kilometer haben. In den vergangenen Jahren sei man von 3,5 Millionen Euro Baukosten ausgegangen. Eine konkrete Kostenschätzung könne aber erst auf der Grundlage einer Planung erfolgen.

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