Bericht - Weltkulturerbe


Die einzige Chance zur Auszeichnung von Kloster Eberbach als Weltkulturerbe bestehe in einer entsprechenden Erweiterung des Welterbegebietes Oberes Mittelrheintal. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft für einen Zweckverband Rheingau erklärte, dies habe Gerd Weiß mitgeteilt, der Präsident des Landesdenkmalamtes. Eine "isolierte Aufnahme" biete wenig Aussicht auf Erfolg. In den nächsten 18 Jahren könne Deutschland kein weiteres Projekt als Welterbe anmelden. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft sei deshalb dem Vorschlag ihres Sprechers Paul Weimann gefolgt: Zunächst werde die Meinung des Zweckverbandes Mittelrheintal über eine Erweiterung des Welterbegebietes erfragt. Die Arbeitsgemeinschaft der sieben Rheingauer Kommunen von Walluf bis Lorch hatte sich ursprünglich nur zur Verwirklichung eines Regionalparks im Rheingau gebildet. Inzwischen ist sie jedoch um die Aufgabengebiete Stadtumbau und Regionalentwicklung erweitert worden (wir berichteten). Die Umwandlung des Leinpfads im Konzept der Regionalparkrouten zu einem Radweg muss die Arbeitsgemeinschaft selbst übernehmen. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen sei wegen Personaleinsparungen beim Land dazu nicht mehr in der Lage, heißt es nach der jüngsten Sitzung der Arbeitsgemeinschaft. Für einen durchgängigen Radweg zwischen B 42 und Rhein von Eltville bis Rüdesheim seien bereits Planungsangebote, das günstigste für rund 26000 Euro. Bis Ende dieses Jahres sollen alle sieben Kommunen die Gründung des Zweckverbandes beschlossen haben, der dann die vorläufige Arbeitsgemeinschaft ablöst. Rüdesheim entscheide am 6. Dezember, Walluf am 7., Eltville am 11., Lorch am 13., Geisenheim am 14. und Kiedrich am 15. Dezember, wie es heißt. Danach werde die Verbandssatzung von Bürgermeistern und Ersten Beigeordneten unterzeichnet. Nach der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde sei der der Zweckverband Rheingau "als juristische Person geboren " und kann seine Tätigkeit aufnehmen. Zur Aufgabe des "Stadtumbaus", die der Zweckverband für den Rheingau übernommen hat, hat die Nassauische Heimstätte die Möglichkeiten analysiert. Aus vorhandenen Daten und Studien soll ein "integriertes Entwicklungskonzept" erstellt werden, mit dem der Zweckverband Fördermittel beantragen will. Denkbar seien weitere Einzelhandelsgutachten. Das Geisenheimer Gutachten soll schon am 6. Dezember öffentlich vorgestellt werden. Weiterführende Untersuchungen zu den potenziellen Stadtumbaugebieten sollen erarbeitet werden. Ausgeschrieben werden soll nur noch die Erarbeitung fehlender Bausteine des Stadtentwicklungskonzeptes sowie die Zusammenstellung der vorhandenen Pläne und Studien dazu. Dann könne der Zweckverband Kosten für externe Fachleute sparen und für die weitere Arbeit auf eigene Kräfte zurückgreifen.

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