An der Baustelle der Hessischen Staatsweingüter an der Steinberg-Kellerei stehen die Arbeiten für die Betonierung der Bodenplatte an. Der Kiedricher Bürgermeister Winfried Steinmacher (SPD) fordert, dass die Lkw, die den Beton anliefern, nicht durchs Weindorf fahren. Dafür sollte die Strecke genutzt werden, die bei Hochwasser ausgewiesen werde. Die Baufahrzeuge, die aus Richtung Wiesbaden kommen, müssten bis zum Kreisel am Schloss Reichartshausen zwischen Oestrich und Hattenheim fahren, dann in Richtung Hallgarten und dann rechts in den Weinbergsweg in Richtung Domäne Neuhof abbiegen. Kiedrich sei verkehrsmäßig mit dem Rheingau Musik Festival und vielen anderen Veranstaltungen im Kloster Eberbach genug belastet, so Steinmacher. Auch die Flurbereinigung habe viel Verkehr mit sich gebracht. "Irgendwann ist einmal Schluss", fordert der Verwaltungschef.
Sein Eltviller Kollege Patrick Kunkel (CDU) will bei einer möglichen Streckenführung über die Hochwasserroute sichergestellt wissen, dass "der Baustellenverkehr nicht zu Lasten der Stadt Eltville gehen darf". Denn es ist zu erwarten, dass die schweren Baufahrzeuge die schmalen Wege beschädigen. Es gibt ohnehin immer wieder Diskussionen darüber, wer für die Instandsetzung aufkommen soll, wenn Winzer mit schweren Fahrzeugen die Wege nutzen. Kunkel will sich mit Steinmacher in Verbindung setzen. Die Lasten müssten gleich verteilt werden. Für Steinmacher ist unterdessen klar, dass der Nutzung der Hochwasserstrecke vorher eine Bestandsaufnahme vorausgehen und das Land Hessen dann für die Beseitigung von Schäden geradestehen muss. Das sei ein ganz normales Verfahren bei allen Bauvorhaben.
In der vergangenen Woche hatte ein Ortstermin mit Vertretern der Stadt Eltville und dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen stattgefunden. Eine Entscheidung über die Verkehrsführung, so ist zu hören, ist bislang noch nicht getroffen.
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