Bericht - Unicef-Tag


Vorsichtig schippt der dreijährige Tim beim Unicef-Tag, zu dem die Unicef-Arbeitsgruppe Wiesbaden viele kleine und große Besucher im Garten von Kloster Eberbach im Rheingau begrüßen konnte, Erde über die Wiesenblumen-Samen in seinem Blumentopf. "Jetzt musst du noch etwas Wasser drauf gießen", sagt Brigitte Koll-Wulff, die für Unicef die Pflanzaktion betreut. Tim lässt vorsichtig ein paar Tropfen aus der Kanne in den Topf rinnen. Sein Vater Christian Mönch stopft derweil einen Geldschein in die Unicef-Spendenbox. "Ich finde es gut, dass es diese Veranstaltung gibt und unterstütze das gern", betont er. Sein Blick schweift durch die Gartenanlage, in der reges Treiben herrscht. Wie bereits bei den ersten beiden Unicef-Tagen im Kloster Eberbach wird wieder einiges geboten. Auf dem großen Herbstmarkt gibt es Kränze, herbstliche Dekorationsartikel, Seife, Schmuck und vieles mehr. "Die Standbetreiber geben uns immer einen Teil ihres Erlöses ab", erzählt die Organisatorin des Unicef-Tags, Corinna Polla von der Wiesbadener Arbeitsgruppe, zu der neben der Stadt Wiesbaden auch der Rheingau-Taunus-Kreis und Teile des Main-Taunus-Kreis gehören. "Weiteres Geld bekommen wir durch die Aktionsstände", berichtet Corinna Polla. Denn nicht nur Tims Vater würdigt das Unicef-Angebot für die kleinen Besucher mit einer Spende. Auch am Kinderschminkstand oder am Malstand mit der Künstlerin Marion Haas aus Eltville, die zeigt, wie man mit Acrylfarben bunte Herbstbilder zaubert, zückt so mancher seine Geldbörse. Außerdem profitiere Unicef natürlich von allen, die etwas essen oder trinken - und das sind nicht gerade wenige. Der strahlende Sonnenschein lädt zu einem Picknick ein. Der Erlös aus dem Unicef-Tag, der so nur Dank des Engagements der Stiftung Kloster Eberbach möglich sei, "fließt in unser Projekt Schulen für Afrika", erläutert Georgina Geiger, die Leiterin der Unicef-Arbeitsgruppe Wiesbaden. "Für eine Schule brauchen wir rund 10 000 Euro." Der Bau sei wichtig, "da Bildung in Afrika das A und O ist". Geigers Ausführungen zeigen bereits, dass Unicef bei der Veranstaltung im Kloster Eberbach nicht nur Geld zusammentragen möchte, sondern auch über seine Arbeit informieren will. "Wir setzen uns für die Kinder in der Dritten Welt ein", so Geiger. "Für die Ärmsten der Armen." Aktuell sei man in über 160 Ländern bemüht, die Welt zu einem besseren Ort für Kinder zu machen. In Nepal unterstütze Unicef zum Beispiel Kontrollbesuche gegen Kinderarbeit, im Kongo werde Hilfe für vergewaltigte Mädchen geleistet. "Unsere Arbeitsgruppe hat derzeit 25 ehrenamtliche Helfer", informiert Georgina Geiger. Weitere seien jederzeit willkommen, da vor allem um die Weihnachtszeit viel zu tun sei. Da gelte es den Verkauf der Unicef-Karten zu managen. Wer dabei mithelfen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0611/309723 melden. Alle, die Karten kaufen möchten, finden Verkaufsstellen unter anderem in Wiesbaden in der Birken-Apotheke oder in Eltville in der Amtsapotheke. "Von jeder Karte fließen 75 Prozent des Kaufpreises in unserer Projekte", versichert Georgina Geiger. Für Unicef seien der Kartenverkauf und diverse Veranstaltungen zugunsten von Unicef von großer Bedeutung. "Weil das Spendenaufkommen insgesamt immer geringer ist", verrät Corinna Polla. Mit Ausnahme jener Zeiten, in denen Kathastrophenmeldungen das Land erschüttern, "muss man heute viel mehr tun, um auf sich aufmerksam zu machen und die Leute zum Spenden zu animieren." Informationen über die verschiedenen Projekte finden sich im Internet unter

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