Bereits zum 20. Mal startete die Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH (RTKT) mit den Schlemmerwochen in die Saison. Zehn Tage lang öffneten Höfe und Keller ihre Türen. "Mit gutem Erfolg" bilanziert RTKT-Geschäftsführer Alexander Hauck.
100 Betriebe im Rheingau, darunter auch Winzer in Kostheim und in Hochheim, eröffneten mit den Schlemmerwochen die Saison. Dass diese Veranstaltung bereits seit 20 Jahren über die Bühne läuft, erfreut Alexander Hauck besonders. Als Geschäftsführer der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH veranstaltet er gemeinsam mit seinem Team die zehntägige Verkostung mit Winzerschmaus und viel Kultur in den Höfen und Kellern.
Laut Hauck brauchen die Schlemmerwochen keinen Vergleich zu scheuen. Nehmen 100 Winzer, aber auch Landwirte und Hoteliers, in dem kleinsten Weinbaugebiet Deutschlands an dieser größten kulinarischen Weinwoche in Hessen teil, beteiligen sich an der Weinroute Rheinhessen, das bekanntlich größte Weinbaugebiet Deutschlands, 40 Betriebe.
Bedauerlich sei allerdings, so der RTKT-Geschäftsführer, dass sich zwölf Rheingauer Betriebe weniger an den Schlemmerwochen beteiligt haben als in 2005. 130 Euro berappen die Winzer und Hoteliers jeweils für die Teilnahme an den Schlemmerwochen. Eine Summe, die in das rund 28000 Euro teure Marketing gesteckt wird, zu dem die 8000 Flyer, der extra aufgearbeitete Internet-Auftritt oder die Anzeigen in den Medien zählen. Von den 26000 Euro zahlt die RTKT 8000 Euro, rund 5000 Euro kommt als Zuschuss von den Gemeinden. Der Rest stammt von den erwähnten Mitgliedsbeiträgen oder wird von anderen Unternehmen gesponsert.
Für Norbert Barth vom gleichnamigen Wein und Sektgut in Hattenheim ist der Obolus von 130 Euro "gut investiertes Geld". Der Winzer bezeichnet die Werbung des RTKT als "wirkungsvoll" und verzeichnet sogar einen "besseren Umsatz als im vergangenen Jahr". Barth zählt zu seinen Gästen viel "externe" Besucher, beispielsweise aus Köln, Bielefeld oder Hannover, für die die Schlemmerwochen ein "willkommener Anlass für einen Kurzurlaub" sind. Dagegen ist die Zahl der Kunden aus Wiesbaden geringer. Das wundert Norbert Barth nicht: "Sie haben schließlich die Straußwirtschaft jeden Tag vor der Tür."
Positive Resonanz kommt auch aus Lorch. "Viele neue Gäste" begrüßte Gerald Ottes vom Weingut Karl Ottes. Der Betrieb hat sich schon lage mit mit "Unagi Tofu" oder "Niku Dango" und anderen japanischen Spezialitäten etabliert, die statt Handkäs´ und Wildschweinsülze zu Riesling gereicht werden. Ottes und seine Frau Fumiko bedienten Besucher aus dem Frankfurter Raum, aber auch aus Köln und Koblenz, für die das Wisperstädtchen das "Tor zum Rheingau" ist. Gelassen blicken Angelika und Thomas Schumacher vom Eltviller Weingut und Gästehaus Offenstein Erben den Schlemmerwochen 2007 entgegen. Ein Großteil der Zimmer sind für die Weinwoche im kommenden Jahr von den Gästen in 2006 bereits reserviert.
Weitere Informationen zu Hattenheim finden Sie unter: http://www.hattenheim.de