Bericht - Auch Rheingauer auf dem Prüfstand


Mehr als hundert Weine gingen in dieser Woche bei der diesjährigen deutschen "Sauvignon blanc Trophy" an den Start. Die Zahl der angestellten Weine hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt genau wie die Zahl der teilnehmenden Anbaugebiete. Erstmals stehen Weine dieser Rebsorte aus dem Rheingau auf dem Prüfstand. Die Siegerehrung findet im Rahmen eines "Sauvignon Dinners" am Sonntag, 2. Juli, in Hattenheim im Rheingau statt. Dort wird auch das Publikum Gelegenheit haben einen Großteil der Wettbewerbs-Weine zu verkosten. Die "Sauvignon blanc Trophy" wird zum zweiten Mal vom Internet-Portal "best-of-wine-com" in Zusammenarbeit mit dem Weinmagazin "Vinum" ausgeschrieben wurde. In der Jury haben Händlern und Sommeliers wie René Baumgart (Interconti), Rakshan Zhouleh (Elb Lounge), Elisabeth Füngers (Nil), Hagen Hoppenstedt (Vier Jahreszeiten), Toni Viehhauser (Hafen Klub) und Vitus Steinhorst (Rindchens Weinkontor) Sitz und Stimme. Das Ergebnis des Finales mit dem Trophy-Gewinner erscheint in der Juni Ausgabe von "Vinum". Das Thema "Sauvignon blanc in Deutschland" wird nicht nur in Baden, Württemberg, der Pfalz und Rheinhessen zunehmend behandelt. Es spielt auch in Franken eine Rolle, wo der Sauvignon blanc teilweise als Muskatsilvaner firmiert. Aber auch von der Nahe und sogar von der Mosel wird wachsendes Publikumsinteresse an dieser Sorte gemeldet. Das spiegelt auch den deutlichen Zuwachs der Anbaufläche in Deutschland wieder: Sie hat in Jahr 2004 die hundert Hektar übersprungen und nähert sich inzwischen der Zahl von 200 Hektar an, wie Mario Scheurermann von "best-of-wine-com" erklärt. Die erste Generation des deutschen Sauvignon blancs macht also von sich reden. Scheuermann hat vor kurzem den ersten Sauvignon blanc von Franz Keller Kaiserstuhl zum "Wein der Woche" gemacht. Seine Notiz lautete: "Helles, blasses Strohgelb. Klare, fruchtbetonte Sortennase, etwas Stachelbeere und Cassis. Am Gaumen leichter, unkomplizierter Wein mit schöner reifer Säure und auch kleinen mineralischen Noten, der tatsächlich an einen leichten Sancerre von der Loire erinnert. Langer Abgang.") Es gibt Weintrinker, die gegen den Anbau dieser Sorte im Rheingau sind. Sie argumentieren, dass man nicht viel vermissen würde, wenn es sie bei uns nicht gäbe. Ihnen reicht es völlig, wenn sie in Deutschland gute Rieslinge, Silvaner, Muskateller, Traminer, Grau- oder Weißburgunder finden.

Weitere Informationen zu Hattenheim finden Sie unter: http://www.hattenheim.de