Am kommenden Sonntag, 9. April, entscheiden die rund 12 700 Wahlberechtigten, wer künftig Bürgermeister oder Bürgermeisterin in Eltville wird. Die Sekt- und Rosenstadt ist mit knapp 17 000 Einwohnern die größte Stadt des Rheingaus. Der CDU-Kandidat Patrick Kunkel und die SPD-Bewerberin Wendy Penk konkurrieren in der Stichwahl.
Bei der Direktwahl, die zusammen mit der Kommunalwahl stattfand, erzielte der 41-jährige Kunkel mit 45,7 Prozent der Wählerstimmen das beste Ergebnis, für die absolute Mehrheit reichte es aber nicht. Deshalb wurde ein zweiter Wahlgang nötig, bei dem er gegen die 52-jährige Penk antritt, die 32 Prozent der Wählerstimmen errang. Spannend dürfte werden, wer von beiden die Stimmen des dritten Kandidaten, des aus der CDU ausgetretenen Stadtrats Heinz Frankenbach, für sich gewinnen kann. Frankenbach kam nur auf 22,3 Prozent der Stimmen und schied aus dem Rennen. Möglich ist natürlich auch, dass seine Wähler der Urne diesmal fern bleiben. Kunkel wurde von Anfang an von der FDP unterstützt, die Grünen haben kurz vor der Stichwahl empfohlen, die SPD-Kandidatin zu wählen.
Beide Bewerber sind auch Vorsitzende ihrer jeweiligen Parteien. Der Martinsthaler Patrick Kunkel ist als Partner des Comiczeichners Michael Apitz bekannt. Kunkel ist Buchautor und leitet als Geschäftsführer den Verlag der beiden. Wendy Penk, die im Eltviller Stadtteil Hattenheim wohnt, stammt aus Schottland und arbeitete als Lehrerin. Wenn das Eltviller Stadtoberhaupt feststeht, beginnen die Verhandlungen um eine tragfähige Mehrheit im Eltviller Stadtparlament. Die bisherige Koalition aus CDU und FDP hatte ihre knappe Mehrheit bei der Kommunalwahl verloren. Möglich sind eine große Koalition oder ein offenes Stadtparlament mit wechselnden Mehrheiten.
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