Der Bau von vier kreuzungsfreien Anschlüssen an der Bundesstraße 42 und die Schließung aller bisherigen Zu- und Abfahrten führt nach Ansicht der Oestrich-Winkeler Grünen zu einer stärkeren Nutzung der geplanten "innerörtlichen Entlastungsstraße".
Die vier kreuzungsfreien Zu- unf Abfahrten mit einer Verlegung der Bundesstraße in eine Wanne, mit Kreiseln und beiderseitigen Rampen als Auf- und Abfahrt sind geplant zwischen Erbach und Hattenheim, an der Schloss Reicharthausen (EBS), in Mittelheim und in Geisenheim. In diesem Bereich finden sich bisher jedoch mehr Anschlüsse an die Bundesstraße. Deshalb sagen die Grünen voraus, dass sich die "innerörtliche Umgehungsstraße", die zwischen Greiffenclau- und Hallgartenerstraße Oestrich-Winkel im Norden umgehen soll, zu einem Zubringer zur Bundesstraße 42 entwickeln wird.
Am Rhein werde das "ohnehin schwer beeinträchtigte" Landschaftsbild durch die 80 Millionen Euro teuren Wannen, Kreisel und Rampen Baumnahme "endgültig und unwiederbringlich zerstört", meinen die Oestrich-Winkeler Grünen. ollen Die Behauptung der Straßenbefürworter, es handle sich bei dem millionenschweren Straßenprojekt in Oestrich-Winkel um den Bau einer "innerörtlichen Entlastungsstraße", werden langsam von der Realität überholt", so die Grünen in Oestrich-Winkel. Ab dem Jahr 2013 sei der "Rheingau nicht mehr wiederzuerkennen."
Arno Brandscheid (FDP), der Verkehrsdezernent des Rheingau-Taunus-Kreises, hat die Planung für die kreuzungsfreien Anschlüsse unterdessen bekräftigt. Der Bau von vier kreuzungsfreien Knoten solle die zahlreichen bisherigen Zu- und Abfahrten ersetzen. Ampeln zur Entschärfung der Gefahren an den derzeitigen Einfahrten seien verworfen worden, auch der Bau von Brücken. Sie beeinträchtigten das Landschaftsbild mehr als Wannen, Kreisel und Rampen.
Für den Knoten in Geisenheim in Verlängerung der Reutershahnunterführung werde mit den bereits angefertigten Plänen im Laufe dieses Jahres das Verfahren eingeleitet, mit dem sie rechtskräftig werden sollen.
Für den Knoten in Mittelheim im Bereich der Fähre soll die Planung im Jahre 2010 begonnen werden.
Für den Knoten im Bereich der EBS ist der Vorentwurf in Vorbereitung, für 2006/2007 ist die Genehmigung des Bundes geplant, so dass danach die Planfeststellung eingeleitet und 2008 abgeschlossen werden könne.
Für den Knoten im Bereich der bestehenden Einmündung zwischen Hattenheim und Erbach soll 2008 die Planung begonnen werden.
Weitere Informationen zu Hattenheim finden Sie unter: http://www.hattenheim.de