"Für eine bessere Zukunft unserer Stadt" tritt die Oestrich-Winkeler SPD in ihrem Programm zur Kommunalwahl ein. Bei Rundgängen konnte jedermann zur Programmerstellung erklären, "wo der Schuh drückt.
Von den 37 Sitzen im Stadtparlament verfügt die SPD bisher über elf und sieht sich wie die Grünen einer Mehrheit der CDU-FDP-Koalition gegenüber. An der Verunglimpfung Andersdenkender will die SPD sich nicht beteiligen. Sie strebe "ein Miteinander für eine gute Entwicklung unserer Stadt an".
An erster Stelle nennt die SPD Familie und Soziales. Sie will in den Kinderbetreuungseinrichtungen ein Qualitätsmanagement, Vorschulprogramme und mehr Krippenplätze, auch für Kinder unter zwei, und weitere Hortplätze mit Hausaufgabenbetreuung.
Spielplätze sollen "mitten unter uns", nicht wie in Mittelheim an den Rand der Bebauung. Kindertagesstätten und Grundschulen sollen kooperieren, die Schulen in Winkel, Oestrich und Hallgarten erhalten bleiben, ebenso die Förderstufe. Neben den Realschulen in Eltville und Rüdesheim will die SPD eine Realschule in Oestrich-Winkel.
Den Senioren verspricht die SPD die Erhaltung der Sozialstation und häusliche Hilfen. Aus der Verantwortung für das Altenwohnheim in Oestrich dürfe die Stadt sich nicht zurückziehen. Im neuen Wohngebiet "Auf der Fuchshöhl" stellt die SPD sich ein "Mehrgenerationenhaus" vor, ebenso betreute Senioren-Wohngemeinschaften.
Im Stadtbild vermisst die SPD Grün - etwa an der Bahnunterführung in Mittelheim, am ehemaligen Mittelheimer Rathaus, an der Basilika, am Bartholomäer Kopf, entlang der Haupt- und der Rheingaustraße. Die Umgebung von Basilika, Friedensplatz, "Scharfem Eck", vor der katholischen Kirche in Winkel, der Hallgarter Platz könnten überhaupt schöner aussehen, ebenso der Platz am Oestricher Kran. In der Winkeler Hauptstraße wünscht die SPD Verkehrsberuhigung und mehr Parkplätze. Kurzzeitparken sei wichtig für die Erhaltung des Gewerbes.
Der Koepp-Tunnel über die Bundesstraße 42 störe das Stadtbild und sollte weg, fordert die SPD. Auf dem "Käsbrett" am Rhein Richtung Hattenheim sei mit wenig Geld ein Luft- und Sonnenbad möglich, regt sie an. Bebauung in die Weinberge und in den Wald lehnt die SPD ab - sie ist deshalb gegen eine Ausdehnung am Rebhang in Hallgarten.
Oestrich-Winkel an der breitesten Stelle des Rheins könnte von Fremdenverkehrmehr profitieren. Die SPD will den Reisemobil-Stellplatz in Winkel ausbauen, den Leinpfad befestigen und für Radler und Spaziergänger aufteilen. Gaststätte und Hotel auf der Hallgartener Zange befürwortet die SPD, die Straße auf den Berg müsse ausgebaut werden. Mit Rabanus Maurus, Goethe, Brentano, der Günderode und Adam von Itzstein könnten Veranstaltungen für Oestrich-Winkel werben, Feste Kirchweger Kerb und Weinblütenfest könnten wiederbelebt und neue Events entwickelt werden.
Außer zwei neuen Anschlüssen an die B 42 in Oestrich und Mittelheim will die SPD einen dritten in Winkel. Sie sind mit Über-, Unterführungen, Kreiseln, Rampen und Wannen geplant, doch sie könnten sich - meint die SPD - in die Landschaft einfügen. Eine Brücke in Rüdesheim lehnt sie aber ab.
Weitere Informationen zu Hattenheim finden Sie unter: http://www.hattenheim.de