Bericht - Nein zu großen "Knoten"


Die Planung neuer Anschlüsse an die Bundesstraße 42 zwischen Eltville und Geisenheim dürfe nicht so massiv das Landschaftsbild beeinträchtigen, verlangt die Kreistagsgruppe Immerschitt, Kowol, Schmidt. Zugleich müsse die Hauptverkehrsader bei Erbach und Hattenheim auf normale Breite reduziert werden. Ein neuer Anschluss in Mittelheim freilich könne durchaus Vorteile bringen. Die Kreistagsgruppelehnt die bisherige Planung neuer Anschlüsse an die B42 als landschaftunverträglich ab. Vier "Knoten" mit Kreiseln und tiefen Geländeeinschnitten stellten einen massiven Eingriff in das Bild des Rheinufers dar. Wie berichtet, soll die Hauptverkehrsader durch den Rheingau für geschätzte Kosten von 80 Millionen Euro in Höhe des Hattenheimer Klärwerks, an der EBS, in Mittelheim und in Geisenheim jeweils in bis zu einem Kilometer lange Wannen versenkt werden und oben mit Kreiseln und Rampen neue Anschlüsse erhalten. Solche Zu- und Abfahrten zwischen Eltville und Geisenheim seien angesichts der Bemühungen um den Regionalpark im Rheingau mit den Zielen der Rheingauer Kommunen unverträglich, meint der Kreistagsabgeordnete Andreas Kowol. Die Kreistagsgruppe lehne diese Planung ab und beantrage im Kreistag deren Überarbeitung. Der Eingriff soll reduziert werden. Zugleich mit den baulichen Veränderungen, die sich auch bei einer reduzierten Planung ergeben, solle die Bundesstraße in den Bereichen Erbach und Hattenheim auf normale Straßenbreite zurückgebaut werden, fordern die drei Abgeordneten. Bisher hat die Straße eine Überbreite. Zudem soll nach Auffassung der Gruppe zunächst der Anschluss Mittelheim mit einer neuen Zufahrt zur Autofähre nach Ingelheim gebaut werden. Statt eines Kreisels könne eine Unterführung der B42 die Fährzufahrt und die Verkehrssicherheit ohne große Landschaftseingriffe verbessern. Mit einem solchen Anschluss in Mittelheim könnten auch die Ortskerne von Winkel und Mittelheim entlastet werden, da der seit seinem Ausbau zweispurig befahrbare Rheinweg in den neuen Anschluss münden würde. Erst danach, meint die Kreistagsgruppe, sollte unter Berücksichtigung der Verkehrsentwicklung über landschaftsverträgliche weitere neue Anschlüsse nachgedacht werden.

Weitere Informationen zu Hattenheim finden Sie unter: http://www.hattenheim.de