Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Eltville zum Einsatz im Kloster Eberbach ausrückten. Bei der Überschwemmung der ehemaligen Zisterzienserabtei im vergangenen Frühjahr war es freilich ein Ernstfall, dieses Mal wurde die Zusammenarbeit der fünf Eltviller Stadtteilfeuerwehren bei einer Herbstabschlussübung geprobt.
Bei der Übung wurde angenommen, dass im Maschinenraum des Aufzugs im Konversenbau Hydrauliköl in Brand gerät und sich ein Feuer ausbreitet. Dichter schwarzer Qualm dringt aus dem Maschinenraum in die oberen Geschosse. Betroffen davon sind insbesondere 15 Teilnehmer eines Seminars, das im zweiten Obergeschoss stattfindet, außerdem stecken zwei Personen im Aufzug fest.
Insgesamt 101 Aktive der Freiwilligen Feuerwehren sowie 18 Fahrzeuge waren bei der Übung im Einsatz, berichtet der Eltviller Stadtbrandinspektor Klaus Weber. Die Rolle der vom Brand bedrohten Opfer übernahmen Mitglieder der Jugendfeuerwehr.
Bei der Übung habe das Zusammenspiel der Rettungskräfte gut funktioniert, so das Resümee Webers. Die Seminarteilnehmer seien zum Teil über das Treppenhaus, zum Teil über die Drehleiter gerettet worden. Im Gebäude habe die Feuerwehr Überdrucklüfter zur Rauchbekämpfung eingesetzt.
Die Feuerwehr habe bei der Übung auch die Gelegenheit genutzt, die Dachstuhlkonstruktion des Konversenbaus zu besichtigen. Für mögliche Einsätze seien daraus wichtige Erkenntnisse gewonnen worden, so Weber. Nach der Übung wurden die Eltviller Feuerwehrleute von der Stiftung Kloster Eberbach zu einer kleinen Weinprobe eingeladen. Dabei überreichte der Stadtbrandinspektor dem Geschäftsführer der Stiftung, Jens Jacob, eine DVD mit einer Dokumentation über den Einsatz bei der Klosterüberflutung im April.
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