Mit einer "närrischen Weinprobe" sorgte der Sonnenberger Karneval-Verein "Die Narrhalla" dafür, dass die Schatulle für die Jugendarbeit aufgefüllt werden konnte. Der Sonnenrat und der Fein- schmeckerzirkel Wiesbaden hatten diese Premiere organisiert. Im Sonnenrat haben sich Mitglieder und Förderer des Vereins zur Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit zusammen gefunden.
Im gut besuchten Kaisersaal des Bürgerhauses genossen die Freunde der Fastnacht und des Weines zwölf Kreszenzen von vier Weingütern. Nach einem Begrüßungssekt und einem Gourmet-Vorspeisenteller, aufgetischt vom Feinschmeckerzirkel, übernahmen Feinschmeckerzirkel-Präsident und Sonnenratsmitglied Gerrit von Velsen sowie Weinfachmann Peter Siersleben die Moderation.
Sie gaben Tipps zu den ausgeschenkten Riesling- und Spätburgunderweinen, hatten oft ihre liebe Not, mit ihren Ausführungen durchzudringen, denn es herrschte zeitweise große Unruhe im Saal. Vor allem im hinteren Teil konnte man oft nichts verstehen. Bei dem Termin handelte es sich eben um eine Premiere.
In sechs Staffeln wurden die Weine kredenzt. Im Vergleich stand jeweils ein trockener Riesling zu einem halbtrockenen Gegenpart. Als Clou gab es im letzten Drittel der Probe vier Spätburgunder. Allein drei dieser Rotweine waren im Barrique ausgebaut. Als Fassprobe konnte der allerletzte Wein vom einstmals städtischen Weingut "Neroberg" verkostet werden - ein 2004er Spätburgunder trocken, in Frauenstein geerntet und in Barrique-Fässern gelagert.
Die zwölf Weine, die über-wiegend den Beifall des Publikums fanden (es wurde kaum etwas weggeschüttet), stammten aus den Weingütern Heinrich Eser (Oestrich), Karl Johann Molitor (Hattenheim), Dr. Corvers-Kauter (Mittelheim) und aus Wiesbaden.
Bei einer närrischen Weinprobe muss natürlich neben Gott Bacchus auch Gott Jokus zu Wort kommen. Stefan Fink, Sitzungspräsident der Kolpingfamilie Wiesbaden-Zentral, und Helmut Fritz, Sitzungspräsident der Biebricher Wasserflöh´ sorgten für Lacher im Saal. Die beiden Büttenredner, als Urgsteine der Wiesbadener Fastnacht präsentiert, servierten jeweils einen KokoloresVortrag.
Helmut Fritz schilderte seine vom Alkohol getränkten Irrungen und Verwirrungen als Standbetreiber des Wiesbadener Weihnachtsmarktes, und Stefan Fink trat als "Wiesbadener Profi-Weinfestbesucher" auf. Nach der Fastnacht als fünfter Jahreszeit komme in Wiesbaden die Rheingauer Weinwoche als sechste Jahreszeit, verriet Stefan Fink.
Für tänzerischen Wirbel auf der kleinen Kaisersaal-Bühne sorgten die Mädchen der Garde- und Showtanzformation "Galaxy" der Narrhalla. Die musikalischen Töne zwischen Wein, Büttenreden und Tanz servierte Karlheinz Link.
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