Bericht - Weinkeller im siebten Himmel


Der große Sieger des Jahres heißt wieder einmal Keller und kommt aus Flörsheim-Dalsheim. Im Gault Millau WeinGuide 2006 räumte der rheinhessische Vorzeigebetrieb erneut groß ab. Klaus-Peter Keller, der von seinem Vater Klaus, dem 2003 ernannten "Winzer des Jahrzehnts", inzwischen die Betriebsleitung übernommen hat, durfte gestern auf Schloss Bensberg in Bergisch-Gladbach von den Herausgebern des Weinführers, Armin Diel und Joel Payne, nicht nur die Auszeichnung für die Kollektion des Jahres entgegennehmen, er wurde gleichzeitig für den besten trockenen Riesling und für die beste Riesling Auslese geehrt. Bereits vor einigen Tagen waren die Kellerschen Weine auch von Gerhard Eichelmann im zweiten großen Weinführer Deutschlands zur "Kollektion des Jahres" erklärt worden. "Wer kann das Weingut Keller in Flörsheim-Dalsheim auf seinem Höhenflug noch stoppen", fragten Diel und Payne eher rhetorisch. Den Titel "Winzer des Jahres" erhielt diesmal Werner Schönleber vom Weingut Emrich-Schönleber in Monzingen an der Nahe. "Werner Schönleber stellt seit einigen Jahren eine überragende Kollektion nach der anderen vor", hieß es in der Begründung. Bereits vor zwei Jahren sicherte er sich den Titel "Kollektion des Jahres". "Diesen großen Wurf hat das Weingut Emrich-Schönleber mit seinen 2004ern wiederholt, wenn nicht sogar übertroffen", urteilen Diel und Payne. Aber auch sonst gab es gute Urteile für Nahewinzer. Das Weingut Joh. Bapt.Schäfer von Burg Layen spielt im Gault Millau nun in der Drei-Trauben-Kategorie, zwei Trauben hat erstmals das Weingut Klostermühle (Odernheim), Theo Enk (Dorsheim), Poss (Windesheim), von Racknitz (Odernheim) und Rudolf Sinß (Windesheim) haben ihre erste Traube errungen. In Rheinhessen hat das Weingut K.F. Groebe (Biebesheim) seine dritte von fünf möglichen Trauben verliehen brekommen, zwei Trauben errang neu das Niersteiner Weingut Spiess-Riederbachhof, während die Weingüter Sankt Antony und Georg Albrecht Schneider (beide ebenfalls Nierstein) je eine ihrer bisher drei Trauben verloren und nun mit zwei firmieren. Mit einer Traube schmücken sich neu die Weingüter Dreißigacker (Bechtheim), Liebenauer Hof (Osthofen) und Stallmann-Hiestand (Uelversheim) sowie des Sekthaus Raumland (Flörsheim-Dalsheim). Auch im Rheingau gab es fast nur positive Veränderungen. Zu den Aufsteigern gehören das Weingut Josef Spreitzer (Oestrich) unter vier Trauben, die Hessischen Staatsweingüter, Domaine Assmannshausen, unter drei Trauben, August Eser (Oestrich-Winkel ) unter zwei Trauben sowie Fritz Allendorf (Oestrich-Winkel), Alois Dahn (Oestrich-Winkel ), Emmerich Himmel (Hochheim), J. Koegler Hof Bechtermünz (Eltville), Georg Müller Stiftung (Hattenheim), G. H. von Mumm (Geisenheim-Johannnisberg) und Karl Ottes (Lorch am Rhein) mit jeweils einer Traube, abgestuft auf eine Traube wurde das Weingut Königin Victoriaberg (Oestrich-Winkel). Keine Veränderungen gab es am Mittelrhein und an der Hessischen Bergstraße. Als Aufsteiger des Jahres ehrt der Gault Millau WeinGuide Friedrich Becker (Schweigen/Pfalz), als Entdeckung des Jahres Markus Schneider (Ellerstadt/Pfalz).

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